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Pantherchamäleon

(Furcifer pardalis)

Familie Chamäleons (Chamaeleonidae)

 

Das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) gehört zu den farbigsten Chamäleons. Am Kopf der Männchen sind auf beiden Seiten Nasenfortsätze zu erkennen, die sich über der Schnauze treffen. Der helmartige Kopfauswuchs ist recht klein. Die dünnen Beine sind sehr wendig und effektiv um an Bäumen klettern zu können. Die Greifzangenähnlichen Füße helfen dabei enorm, selbst bei starkem Wind sich an den Ästen gut festhalten zu können. Unterstützt werden die Klettereigenschaften von der so genannten „fünften Hand" – dem Schwanz. Aus diesem Grund können Chamäleons im Gegensatz zu anderen Echsen ihren Schwanz nicht verlieren und neu bilden, zumal er bis zum Schwanzende mit einer Wirbelsäule ausgestattet ist. Zum Schlaf wird der Schwanz einfach eingerollt.

Verbreitung

Das Pantherchamäleon kommt auf der ganzen Ostküste Madagaskars, sowie auf nahe gelegenen Inseln wie Nosy Bé und Nosy Tanikely vor. In den verschiedenen Regionen zeigen die Männchen in der Regenzeit ein unterschiedliches Feuerwerk der Farben. So werden die Pantherchamäleons in verschiedene Lokalformen unterteilt. Zum Beispiel: Sambava, Nosy Bé, Ambilobe, Ambanja etc. Die Tiere können sich in ihrer Färbung und auch vom Körperbau sehr stark von Tieren anderer Herkunft/Lokalform unterscheiden, so sind z.B. Pantherchamäleons aus der Gegend von Ankaramy pink-rosa in der Grundfärbung und haben eine eher spitze Nasenkante, während Tiere aus z.B. Nosy Bé grün bis türkis oder tief dunkelblau in der Grundfärbung sein können, mit einer sehr ausgeprägten runden Nasenkante. Ebenso können sich die Tiere z.T. erheblich in der Größe unterscheiden, so sind z.B. die Tiere aus der Gegend um Ambanja oder Nosy Bé meist größer als z.B. aus Antsiranana/Diego Suarez.

Kennzeichen

Die Pantherchamäleons werden zwischen 35 cm (Weibchen) und 55cm (Männchen) groß. Entlang des Rückens haben die Tiere einen Kamm, der nach hinten abfällt. Entlang der Körperseite kann man deutliche Streifen erkennen, die sich von der Färbung des Körpers abheben. Die Färbung hängt von den jeweiligen Verbreitungsgebieten ab. Die Färbungen der Männchen sind auffällig, die der Weibchen sind in Tarnfarben gehalten. Bei der Geburt sind alle Jungtiere noch Tarnfarben; erst nach Erreichen der Geschlechtsreife nehmen sie ihre endgültige Färbung an. Männchen sind schon früh an der Hemipenesschwellung erkennbar.

Terrarium

Feuchtterrarium mit zahlreichen horizontalen, verschieden dicken Kletterästen. Eine echte dichte Bepflanzung ist optimal. Eine Paar- oder Gruppenhaltung ist auf Grund der Aggressivität nicht ratsam. Temperatur 22-28°C, nachts 16-22°C, Sonnenspots 35°C. Luftfeuchtigkeit 70-100%. Sehr helle Beleuchtung bis zu 14 Stunden. UV- Bestrahlung erforderlich. Täglich zur Wasserversorgung im Terrarium sprühen, da stehendes Wasser z.B. in Schalen nicht als solches erkannt und akzeptiert wird. Eine Tropftränke ist empfehlenswert.

Ernährung

Heuschrecken, Schaben, Grillen und Heimchen, Mehlwürmer, Zophobas, Motten und deren Raupen sowie Mäusebabys. In der wärmeren Jahreszeit empfiehlt es sich selbst Wiesenplankton zu Käschern. Man sollte die Futtertiere mit Vitaminen und Mineralstoffen bestäuben.

Fortpflanzung

Zur Paarung setzt man Männchen und Weibchen zusammen in ein Terrarium. Man sollte jedoch unbedingt darauf achten, dass das Weibchen paarungsbereit ist, sonst kann es zu ernsthaften Verletzungen des Männchens kommen. Stimmt alles, läuft die Fortpflanzung und Eiablage normal ab. Nach der Eiablage entnimmt man die Eier aus der Höhle und legt sie in Brutkästen. Das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) kann zwischen 12 bis 50 Eier ablegen.